«Jahrhundert-Rezept» befolgt

16. September 2025

Die seit über 100 Jahren bestehende Emil Frey Gruppe wurde mit dem Nationalen Bildungspreis der Hans Huber Stiftung und der Stiftung FH SCHWEIZ ausgezeichnet. Das Preisgeld von 20’000 Schweizer Franken soll die Berufsbildung weiter stärken.

Langbewährte Berufsbildung

Die Verleihung des neunten Nationalen Bildungspreises fand am 17. September 2025 im Messezentrum BernExpo statt. Walter Frey, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der Emil Frey Gruppe, sowie sein Sohn Lorenz Frey-Hilti nahmen die Ehrung entgegen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills statt, deren Motto «Mit der Berufsbildung aufs Podest» lautete.

«Bi-Turbo» mit Erfolg gezündet

In der Laudatio bezeichnete Stefan Schulthess, Präsident der Stiftung FH SCHWEIZ, die Emil Frey Gruppe als «Berufsbildungs-Turbo». Er bezog sich dabei auf die Rennfahrertätigkeit über drei Generationen – von Emil über Walter Frey bis hin zu Lorenz Frey-Hilti. Das Erfolgskonzept bestehe aus dem «Mechaniker-Credo» von Gründer Emil Frey und der Passion für den Motorsport. Ein Kundenbrief aus dem Jahr 1935, in dem die Wichtigkeit von «fachgeschultem Personal» und «promptem und gewissenhaftem» Service betont wird, präge das Unternehmen bis heute – ein «Jahrhundert-Rezept», wie Schulthess es nannte.

Erfolgsstorys ermöglichen

Stefan Platter, Verantwortlicher für die Berufsbildung bei der Emil Frey Gruppe, wurde besonders hervorgehoben. Er werde stark von Kathrin Frey, der Enkelin des Firmengründers, unterstützt. Sie wolle den Lernenden die Chance geben, im Unternehmen «schöne Erfolgsstorys» von der Lehre bis zur Kaderstelle zu schreiben. Etwa 50 Prozent der Lernenden werden nach der Lehre weiterbeschäftigt und mit Weiterbildungen gefördert. Europaweit bildet die Emil Frey Gruppe über 1000 Lernende aus, rund die Hälfte davon in der Schweiz. Mit dem Preisgeld soll die Berufsbildung weiter gestärkt werden – etwa durch das Projekt «Praxisbildner», das Ausbildungspersonen für die Bedürfnisse von Lernenden sensibilisieren soll.

Eltern überzeugen

Christian Fiechter, Präsident der Hans Huber Stiftung, freute sich, dass der Preis «im absoluten Mekka der Berufsbildung» verliehen wurde. Er betonte, dass die Stiftung zusätzlich daran arbeite, Eltern als wichtigste meinungsbildende Personen vom dualen Ausbildungsweg zu überzeugen.

Motivierende Nachwuchskräfte

Vertreter der Lernenden der Emil Frey Gruppe, wie Omer Ramadani, gaben ihre motivierenden Einschätzungen ab. Ramadani, lernender Automobil-Mechatroniker, betonte seinen Berufsstolz: «Ich liebe Autos und liebe meinen Beruf. Wenn die Kundschaft zufrieden ist, ist das für mich motivierend. Ich will einfach eine extrem gute Büez machen.» Auch Sven Zängerle und Victoria Abplanalp unterstrichen die Bedeutung der Berufsbildung für die Arbeitswelt und die Wirtschaft.