In gesunde Bildung investiert

15. Oktober 2024

Das Kantonsspital Tessin wird für den Nationalen Bildungspreis nominiert – eine Auszeichnung, die von der Hans Huber Stiftung und der Stiftung FH SCHWEIZ verliehen wird. Der Preis würdigt herausragende Leistungen in der dualen Berufsbildung und wird am 19. November 2024 in Lugano überreicht.

Nominierung für den Nationalen Bildungspreis

Das Kantonsspital Tessin steht im Dienst der Gesundheit und investiert überdurchschnittlich in eine gesunde Berufsbildung. Deshalb wurde es für den Nationalen Bildungspreis nominiert, der mit 20’000 Franken dotiert ist und am 19. November 2024 in Lugano verliehen wird.

Christian Fiechter, Präsident der Hans Huber Stiftung, begründet die Wahl: «Es ist mir ein grosses Anliegen, dass die duale Berufsbildung auch in der Südschweiz gefördert wird. Das Kantonsspital Tessin ist ein Vorbild punkto Ausbildung von Lernenden und in der Bildungslandschaft überhaupt. Deshalb fiel die Nomination rasch und eindeutig aus.»

Erster Preis im Tessin und im Gesundheitswesen

Stefan Schulthess, Präsident der Stiftung FH SCHWEIZ, freut sich, dass der Nationale Bildungspreis erstmals in der italienischsprachigen Schweiz und auch erstmals an ein Unternehmen im Gesundheitswesen verliehen werden kann. Schulthess wird zusammen mit Franco Gervasoni, Rektor der Fachhochschule SUPSI, die Laudatio halten. Die Preisverleihung findet am 19. November 2024 um 18 Uhr auf dem Campus EST der SUPSI in Lugano statt.

Auftrieb für politische Diskussion

Christian Fiechter ist beeindruckt von der Vielfalt und Qualität der Ausbildungsberufe im Kantonsspital Tessin: An den acht Standorten werden derzeit 85 Lernende in 13 Berufen ausgebildet. Generaldirektor Glauco Martinetti misst der kombinierten Ausbildung mit Berufspraxis und Schule enorm hohe Bedeutung zu: «Es ist ein besonders wichtiges Signal, das mit der Preisverleihung im Tessin an das Kantonsspital ausgesendet wird.» Er verspricht sich davon, dass die politische Diskussion über die Berufsbildung weiteren Auftrieb erhält.

Investition in die Zukunft

Die Berufsbildung geniesst im Arbeitsalltag einen hohen Stellenwert, sagt Fiechter. Er freut sich auch über das Bekenntnis der Personalchefin Monica Ghielmetti: «Die Ausbildung von Nachwuchskräften sehen wir als wichtige Investition in die Zukunft – nicht nur für unsere Spitäler, sondern für den ganzen Kanton.» Fiechter würdigt insbesondere das weitsichtige Aus- und Weiterbildungsprogramm: «Davon profitieren alle – vom Pflege- und Hotelfachpersonal über den Logistiker oder kaufmännische und technische Angestellte bis hin zur Ärzteschaft.»

Glauco Martinetti ist stolz: «Rund 1000 Personen stehen jährlich in einer Ausbildung.» Dies sei bei einem Personalbestand von 6700 «gesamtschweizerisch ein rekordverdächtiger Wert». Fiechter freut sich besonders, dass der Chef persönlich die Ausbildung an der Basis forciere. Martinetti selbst ist überzeugt, dass die duale Berufsbildung gut organisiert sein muss: «Die praktische und schulische Ausbildung in der Lehre macht den grossen Unterschied in der Qualität unserer Arbeit in allen Branchen. Im Vergleich mit den Ausbildungssystemen im Ausland ist unsere Berufsbildung ein wesentlicher Standortvorteil im Kampf gegen den Fachkräftemangel.»